Hier ein paar Einzelheiten zu meinen Gerätschaften

Ein paar Sachen habe ich schon durch.
Neben dem Einsteiger-Newton und dem C8 Ultima PEC (wie hier erwähnt beides schon verkauft) hatte ich mir dann für meinen Wiedereinstieg ein Skywatcher Maksutov SKM127 auf einer EQ3-2 zugelegt. Eine brauchbare Kombi, wobei das SKM127 mit seinen 1500 mm Brennweite wohl schon eher was für die Beobachtung von solaren Objekten ist. Trotzdem war das eine gute Entscheidung. Damit waren auch Beobachtungen von Kugelsternhaufen und anderen DeepSky-Objekten gut zu realisieren. Die EQ3-2 hatte einen Motor in RA.
Den MAK hatte ich modifiziert um eine bessere Justierstabilität zu bekommen, denn die Konstruktion der Spiegelzelle ist "etwas ungünstig." Die Abbildung war aber gut. Ein leichtes Shifting war vorhanden.

Beides habe ich mit der Weile wieder verkauft, genauso wie einen Skywatcher Maksutov 150/1800 Pro Series.

EQ3-2EQ3-2
SKM1271SKM1271

Irgendwann wollte ich dann natürlich auch mal wieder ein C8 haben, besonders für Planeten. Ich hatte ja gute Erfahrungen mit meinem "alten" C8. So habe ich mir wieder eins besorgt. Dieses hat mir schon gute Ergebnisse geliefert und ich konnte visuell schon des öfteren nette Beobachtungen an Saturn und Jupiter genießen - ich "glaube" aber, dass es nicht so gut abbildet wie mein erstes. Naja, ist so mein Eindruck.
Interessanter als visuelle Beobachtung jedoch war für mich mehr die Aufnahme von Planeten mit einer Kamera. Dazu habe ich mir zunächst eine ältere Philips ToUCam 740K besorgt, die das für den Anfang ganz gut bringt.
Aber nicht nur für Planeten sollte das C8 genutzt werden, sondern auch für DeepSky-Aufnahmen. Um von der langen Brennweite etwas runterzukommen holte ich mir dazu noch einen AlanGee.
Das Bild rechts zeigt das C8 zusammen mit einem Newton auf der Eigenbaumontierung.

Ein paar Bilder durch das jetzige C8 gibts unter Astrobilder zu sehen. Ich denke aber, dass das dort noch nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Update: C8 ist verkauft! Dafür habe ich jetzt ein C9.25.

C8mit130650C8mit130650

Auf dem Bild vom C8 ist auch ein Newton zu sehen. Das ist ein 130/650 Skywatcher Newton, den ich versucht habe für Fotografie zu optimieren. Der Fangspiegel wurde etwas grösser (45 statt 40 mm), der OAZ wurde getauscht (da war ein 2" Zahn und Trieb dran) und der Tubus wurde innen mit Antireflex-Farbe behandelt.
Der OAZ ist der Zeit ein 2" Crayford Auszug mit 1:10 Untersetzung von Orion. Der ist leider nicht so stabil und nur mit Erfahrung fotografisch nutzbar, da er etwas verkippt. Da ist schon ein anderer eingeplant. Der Fangspiegel wird zukünftig auch noch einmal ausgetauscht und hat dann 50 mm, um die Ausleuchtung zu verbessern.

Den Newton kaufte ich, weil ich fotografisch etwas für mittlere Brennweite haben wollte. Fotos habe ich mit dem Newton schon gemacht, aber nicht ausgiebig genug um wirklich brauchbare Aussagen machen zu können.

Newton130650Newton130650

Des weiteren befindet sich in meiner Sammlung ein Skywatcher ED80/600 Pro Series, der s.g. "Volksapo".

Das ist schon ein nettes Teil. Zusammen mit dem Reducer/Korrektor von Skywatcher landet man bei 510 mm Brennweite - F/6,38. Vergleiche mit und ohne diesen Korrektor zeigten, dass die beiden gut harmonieren. Da hat Synta gute Arbeit zu einem guten Preis geleistet. Einen Testbericht dazu gibt es bei Teleskop-Service.
Mit dem Duo will ich irgendwann mal größere Himmelsausschnitte wie zB den Virgo-Galaxienhaufen als Mosaik ablichten. Ein paar Einzelbilder habe ich schon von 2010 beisammen. Nur dann war Wetterflaute und ich konnte nicht weiter machen. Vielleicht wirds ja 2011 was.

Das Bild rechts zeigt den ED80 mit Korrektor auf einer Vixen NP.

ED80ED80

Meine der Zeit neueste Anschaffung, was Teleskope betrifft, ist -neben einem 102/500 FH als Leitrohr- ein 150/900 Newton von GSO. Den wollte ich schon haben als er noch in Planung war.

Die ersten Eindrücke sind positiv, sowohl visuell als auch fotografisch (mit TS-Korrektor). Der Newton ist ein Kompromiss zwischen diesen beiden Nutzungsmöglichkeiten, wobei er sich eher für fotografische Zwecke optimieren lässt als für visuelle. Das habe ich in einem Artikel im Balkonauten-WIKI schon einmal erläutert. Der Tubus ist für visuelle Optimierung schlicht weg zu kurz.
Trotzdem würde ich nicht sagen, dass dieser Newton ein Fehlkauf ist. Er ist schlichtweg ein guter Allrounder.

Erste Bilder habe ich mit dem Newton schon machen können. Da muss aber noch mehr kommen. Das Zeug dazu hat er jedenfalls.

Das Bild rechts zeigt den Newton ebenfalls auf meiner Vixen NP. Die trägt das Teil relativ gut, aber nur mit einem guten Stativ. Ich habe ein Alu-Vermessungsstativ drunter. Ich würde diese Kombi für visuelle Zwecke durchaus als IO bewerten, auch wenn die NP damit eigentlich überladen ist.

Newton150900Newton150900

Der mit Abstand größte Kandidat hier ist ein 250/1125 Newton mit jetzt ca 15 kg Lebendgewicht. Die Angabe der Brennweite ist dabei nicht so ganz klar. Es könnten auch 1200 mm sein. Das habe ich aber noch nicht genau rausgefunden.

Der Newton wurde von einem Astrokollegen als Dobson selbst gebaut, auch der Spiegel ist ein selbst geschliffener. Nachdem ich mich mit dem Trum intensiv auseinandergesetzt habe, verpasste ich ihm eine 9-Punkt Spiegelzelle aus Carbon und tauschte den 2" Zahn und Trieb gegen einen 2" Crayford JMI-Fokussierer. Eine andere Farbe habe ich dem Tubus auch verpasst.
Durch die leichtere Spiegelzelle, die zuvor aus einer einfachen justierbaren Scheibe aus Multiplex bestand, auf der der HS lag, schrumpfte das Gewicht um ca 2 kg auf o.g. 15 kg. Somit konnte ich den auch leichter auf meine Eigenbaumontierung schnallen, was auf dem Balkon eh schon mit einem echten Risiko verbunden ist.

Mit dem Newton als Dobson habe ich schon mehr visuell beobachtet als mit jedem andern Gerät hier. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied ob man mit einen ED80 oder mit einem 10" Dobson zu Werke geht. Das ist schon eine Menge Licht, was der "Eimer" da so einsammelt. Eine Mondbeobachtung ohne Filter zB ist fast schon unmöglich, da die Pupillen eine ganze Weile brauchen um sich wieder zu verkleinern. Selbst der Jupiter ist so hell, dass hier Filter richtig Sinn machen.
Die Abbildung des Newton würde ich als sehr gut bezeichnen. Mit einem guten Okular habe ich auch ohne Korrektor fast punktfürmige Sterne bis zum Rand hin. ZB hat mich da ein 1 1/4" Super Plössel 25 mm von Skywatcher äußerst positiv überrascht.

Auch fotografisch war ich mit dem Newton schon unterwegs. Das ist ebenfalls eine ganz andere Liga, sowohl an Planeten als auch DeepSky. Wenn man so ein Trum erst mal unter Kontrolle hat eröffnen sich Möglichkeiten.

Das obere Bild rechts zeigt den Newton auf der Eigenbaumontierung. Keine Sorge, die mickrig wirkende 2"-Prismenschiene wurde schon gegen eine 3" ausgetauscht.

Newton2501125
Newton2501125

Ein nächstes nennenswertes Equipment ist kein Teleskop. Nein, es handelt sich um eine Taukappe für das C8.

Das C8 hat ein Problem: Eine dünne Schmidt-Platte vor der Tubusöffnung. Diese kann bei widrigen Wetterbedingungen schnell zutauen oder auch Reif ansetzen. Maksutov-Cassegrains sind da "etwas" in Vorteil, da deren Meniskuslinse wesentlich dicker ist als die Schmidt-Platte eines Schmidt-Cassegrains. Auch bei Refraktoren ist die Frontlinse dicker.
Durch die geringe Dicke der Schmidt-Platte kühlt diese schneller aus und erreicht folglich auch eher den Taupunkt. Mehr dazu muss noch verfasst werden, das kommt aber wohl eher im Balkonauten-WIKI. Aber keine Bange: Es ist reine Physik ;-).

Es gibt so einige Möglichkeiten, das Zutauen zu verhindern. Simpel ist eben eine Taukappe, weniger simpel ist eine Heizung. Heizungen benötigen wieder Energie. Wenn man aber eine Taukappe hat die das Zutauen wirksam verhindert, ist man besser dran.

Dieser Angelegenheit widmete sich ein Freund und Astrokollege und entwickelte eine "Test-Taukappe". Die Taukappe befindet sich bei mir zwar noch immer in der Testphase, jedoch konnte bei den wenigen Möglichkeiten, bei denen ich diese Taukappe nutzen konnte, keinerlei Beschlag der Schmidt-Platte beobachten.
Ein ausführlicher Testbericht steht aber noch aus.

Auf dem oberen Bild rechts ist das C8 mit dieser Taukappe auf der Vixen NP.

TaukappeC8TaukappeC8
TaukappeC8TaukappeC8

Da sind wir auch schon nächsten Gerät, eine Vixen NP.

Die habe ich mir als Schnellspechtel- und Urlaubsmontierung besorgt. Ich hatte ja eine EQ3-2. Aber da war mir die Polhöhenverstellung nicht gut genug. Das ist bei der NP besser. Die NP hat einen Motor in RA und den Polsucher meiner ehemaligen EQ3-2.
Mit der NP habe ich schon so einige Sachen angestellt. Da war schon das C8 und ein Skywatcher MAK 150/1800 drauf für Planetenaufnahmen. Das geht ganz gut wenn man nicht rumtrampelt und ein ordentliches Stativ hat. Auch DeepSky-Aufnahmen sind mit kurzen Brennweiten gut möglich. Montierung hinstellen und ausrichten, Kamera mit Objektiv rauf und los.
Trotzdem sollte hier nochmal erwähnt werden, dass die NP mit dem C8 zB klar überladen ist. Genauso wie mit dem GSO 6"F/6 Newton. Das bedeutet noch lange nicht, dass es nicht machbar ist. Eine bessere Figur macht die NP aber ganz klar mit kleineren Optiken, wie zB dem ED80.

Die Montierung hat augenscheinlich für die EQ3 Modell gestanden. Der Aufbau in RA ist nahezu identisch. In DEC hat Synta ein ordentliches Schneckenrad verbaut. Das ist bei der NP von Vixen eigentlich kein Schneckenrad sondern ein "Noppenrad". Dazu kommt, dass das Rad bei meiner NP nicht ganz rund ist. Aber das ist für meine Zwecke nicht so tragisch.

Da ich an meiner "großen" Montierung die Steuerung der EQ6 gegen eine SynScan ausgetauscht habe überlege ich, die NP mit der EQ6 Steuerung auszustatten und somit guidingfähig zu machen.

Update: Die Vixen NP ist verkauft! Sie musste einer NEQ5 weichen.

VixenNPVixenNP
VixenNPVixenNP

Im Sommer 2011 habe ich mir eine NEQ5 gekauft. Sie ist stabiler als die Vixen NP und sehr gut transportabel.

Zunächst war an der NEQ5 eine 2-Achsen-Steuerung. Die habe ich dann durch ein GOTO-Kit von Skywatcher ersetzt.
Die ersten Gehversuche waren durchaus positiv. Fotografisch ist sie mit einem ED80 und einem FH 102/500 parallel nicht überladen, und auch der 6"F/6 Newton wird gut getragen. Das C8 ist solo dort auch gut aufgehoben, für Planeten fotografie absolut geeignet. Das C8 parallel mit einem 102/500 als Leitrohr habe ich zwar relativ erfolgreich auf der NEQ5 fotografisch für M27 genutzt, allerdings ist die Montierung deutlich überladen. Das ist so nicht empfehlenswert.

Die NEQ5 hat kugelgelagerte Schnecken. Aber leider sind die Lager zu lose im Gehäuse und auf der Schnecke (Spiel), wodurch es unliebsame Überraschungen bei der Nachführung in DEC gibt. Ich konnte das Spiel zwar etwas verkleinern, aber weg ist es nicht.
Das originale Stativ ist ausreichend stabil.

Rechts sind zwei Bilder, einmal mit dem ED80 + 102/500 und einmal mit C8 + 102/500.

NEQ5NEQ5
NEQ5NEQ5

Leitrohre habe ich der Zeit zwei. Ein 80/400 FH und neuerdings ein 102/500 FH. Den kleinen 80er werde ich wohl bald verkaufen. Der ist zwar schön klein aber mir ist die Brennweite doch zu kurz. Für eine genaue Nachführung braucht man halt doch etwas mehr Öffnung.

An dem 102/500 im Bild rechts ist noch eine ALCCD5 als Nachführkamera dran. Vorher nutzte ich dafür die Philips ToUCam 740K.

Update: Der 80/400 FH ist verkauft!
Update: Der 102/500 FH ist auch verkauft!

LeitrohreLeitrohre

Wie schon oben erwähnt, habe ich mein C8 verkauft und dafür ein C9 1/4 besorgen können. Genau gesagt ist es ein C9 Ultima. Die Ausstattung ist wie bei dem damaligen C8 Ultima PEC, nur dass das "PEC" in der Bezeichnung fehlt. Es hat aber PEC. Es ist also ein komplettes Gerät mit Gabelmontierung, Steuerung, Polhöhenwiege und Stativ. Dazu noch ein paar Okulare usw. Das Gerät ist Baujahr ca 2004 und hat das Starbright Coating - also nicht XLT.

Ich habe das C9 aus der Gabel geholt und eine Prismanschiene besorgt, da ich das C9 auf der α leonis betreiben möchte.

Zunächst werde ich damit nur auf Planeten etc. gehen. Deep Sky kommt dann vielleicht später.

C9C9

Seit April 2014 bin ich Besitzer einer Moravian G2 8300 mit integriertem Filterrad. In dem Filterrad sind ein Satz LRGB-Filter plus ein UHC-S Filter. Die ersten Aufnahmen, die ich bis jetzt machen konnte sind viel versprechend. Viel besser als mit einer DSLR.

C9C9

Der Rest ist "notwendiger Kleinkram": Objektive, Okulare und Zenitspiegel, Filter, Barlow, Fernglas, diverse Adapter und Verlängerungen, OAG, Doppelbefestigung, Prismanklemmen und -schienen und so weiter und so weiter. Da kommt so einiges zusammen, das glaubt man gar nicht.

Einen klaren Himmel wünscht
Matthias

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